FAQ - Insektenhotel

Wende dich an uns, wenn Du mehr über Insektenhotels wissen möchtest. Nachstehend sind die häufigsten Fragen aufgelistet, die bisher an uns gerichtet wurden. Eventuell findest Du hier die von Dir gewünschten Antworten.

 

1. Wann ist die beste Zeit zur Anschaffung eines Insektenhotels?

Eine feste Jahreszeit, die beim Aufstellen eines Insektenhotels unbedingt berücksichtigt werden sollte, gibt es nicht. Außer von November bis März, herrscht am Insektenhaus immer ein reger „Einnistungs-Betrieb“. Während des Winters treffen noch ab und zu neue Gäste ein, und die bereits eingezogenen Bewohner halten Winterruhe. Weil etliche Wildbienenarten schon sehr früh im Jahr ausfliegen, empfiehlt sich der März als perfekter Monat, um mit einem Insektenhotel in die neue Saison zu starten. Unsere Insektenhäuser bieten nützlichen Tieren wie Marienkäfern, Schmetterlingen, Florfliegen und anderen Garten-Nützlingen auch eine Überwinterungshilfe. Deshalb ist die Anbringung eines Insektenhotels auch in den Wintermonaten sinnvoll.

 

2. Wo sollte ein Insektenhotel stehen oder hängen?

Für ein Insektenhotel eignet sich ein vor Regen und Wind geschützter Ort. Direkter Sonneneinfall sorgt für eine ausreichende Brutwärme. Wichtig ist auch noch ein Teich oder eine Vogeltränke im direkten Umfeld, damit die Insekten immer genug Wasser vorfinden. Lehmboden und Sand benötigen einige Insektenarten zum Verschluss ihrer Brutröhren. Damit dieses Baumaterial zur Verfügung steht, kann feuchter Lehm und Sand in Schalen gefüllt neben das Insektenhotel platziert werden. Darüber hinaus stellen viele blühende Nutz- und Zierpflanzen in Nachbarschaft des Insektenhotels die Nahrung für die Tiere bereit.

 

3. Welche Höhe ist für ein Insektenhotel ideal?

Tiefer als 50 cm vom Boden aus gemessen sollte ein Insektenhotel nicht angebracht sein. 100 cm und höher sind sogar noch besser.

 

4. Sollte ein Insektenhotel in eine bestimmte Richtung zeigen?

Die Wetterseite Nordwest eignet sich für ein Insektenhotel nicht. Eine Südost-Ausrichtung bewahrt vor der Witterung und gewährt den Sonnenstrahlen Zugang.

 

5. Sind Insektenhotels auch für Balkone und Terrassen geeignet?

Ja, Insektenhotels können auch auf Balkonen oder Terrassen aufgehängt werden. Falls Nahrungsquellen fehlen, sind mit Sommerblumen bepflanzte Balkonkästen eine prima Alternative.

 

6. Stellen die Besucher eines Insektenhotels ein Risiko für Menschen dar?

Nein, bleiben die Tiere unbehelligt, geht von ihnen keine Gefahr aus. Florfliegen, Marienkäfer, Ohrwürmer und Schmetterlinge sind für uns Menschen vollkommen harmlos. Selbst die Schwebfliegen, die sich teilweise mit einem gefährlich aussehenden „Wespen-Outfit“ schmücken, besitzen keinen Stachel. Wildbienen und Einsiedlerwespen sind zwar mit einem Stechapparat ausgerüstet, bis sie jedoch stechen, muss es für die Tiere um Leib und Leben gehen. Beobachtungen in unmittelbarer Nähe eines Insektenhotels bergen kein Risiko, solange die einzeln lebenden Stechimmen nicht in die Enge getrieben werden.

 

7. Empfiehlt sich ein spezieller Schutz für ein Insektenhotel?

Nein, eine zusätzliche Abdeckung erübrigt sich. Selbst davor gepflanzte Sträucher als Schutz sind überflüssig. Im Gegenteil, die Anflugschneise sollte nicht durch hoch wachsende Gewächse blockiert sein. Die Natur stattete alle Insektenhotelbesucher bestens gerüstet für den Winter aus, deshalb wird in den kalten Monaten kein zusätzlicher Wärmeschutz benötigt.

 

8. Welche Möglichkeiten gibt es, um Insekten anzulocken?

Die Gäste eines Insektenhotels finden sich normalerweise von ganz alleine ein. Mit einem üppig gedeckten Tisch in der Form von blühenden Kräutern, Rosen und anderen Blütenpflanzen rund um das Insektenhotel lassen sich alle Nektar und Pollen verzehrenden Insekten nicht lange bitten. Ein Tipp am Rande: Unser „Flieder-Cocktail“ wirkt auf Schmetterlinge wie ein Magnet.

 

9. Benötigt ein Insektenhotel eine spezielle Pflege?

Ein Insektenhotel, das nur aus Naturmaterialien besteht, kommt auch ohne Reinigung aus. Viele Lasuren hinterlassen Gerüche, die den Insekten nicht behagen. Ein Insektenhotel sollte deshalb nicht mit chemisch hergestellten Holzschutzmitteln eingelassen werden. Leinöl, Bienenwachs und andere natürliche Holzpflegesubstanzen stellen eine mögliche Alternative zur Imprägnierung gegen Witterungseinflüsse dar. Spinnweben sind regelmäßig zu entfernen, vor allem die Radnetze der Kreuzspinnen, die oftmals direkt vor den Brutröhren hängen, damit Bienen und Wespen an den klebrigen Fäden hängenbleiben und der Spinne als Nahrung dienen.

 

10. Sollte ein Insektenhotel im Winter ins Warme gebracht werden?

Nein, auf keinen Fall, denn Wärme bewirkt, dass die Insekten ihre Brutröhren bzw. ihren Winterschutz viel zu früh verlassen. Für sie steht dann noch keine Pollen- und Nektarnahrung bereit, was zwangsläufig zum Hungertod führt.